« Schäden durch Schnee und Sturm: Was die Versicherung zahlt | Leichte Aufhellung der Stimmung am Versicherungsmarkt »
Nach Jahren steigender Preissensibilität der Verbraucher und der daraus folgenden Bereitschaft, die Kfz-Versicherung aufgrund preiswerterer Alternativen zu wechseln, ist derzeit erstmals eine Trendwende zu erkennen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil derer, die bereit sind, ihre Versicherung zu wechseln, zurückgegangen, und zwar von 17 auf 11 Prozent. Wichtigster Grund für einen geplanten Wechsel sind die zu hohen Versicherungsbeiträge. Jeder fünfte Versicherungsnehmer gibt als Grund für einen Wechsel an, dass die Versicherung einen Schadensfall nicht zufriedenstellend abgewickelt hat.
Eine günstige Prämie ist wie im letzten Jahr der wichtigste Faktor, sich gezielt für eine bestimmte Kfz-Haftpflichtversicherung zu entscheiden. Für mehr als die Hälfte der Befragten war dies bedeutsamer als ein guter Service oder das Image des Versicherungsunternehmens. Bevor es zu einem Wechsel beziehungsweise endgültigem Vertragsabschluss kommt, führen die Verbraucher einen Preisvergleich durch. Für fast zwei Drittel der Befragten ist dies ein entscheidender Schritt. Im Wesentlichen fragen die Verbraucher direkt bei den Versicherungen nach, vergleichen Internetangebote oder holen sich Rat bei Familie und Freunden ein. Nur knapp jeder sechste Versicherungsnehmer kontaktiert im Prozess der Entscheidungsfindung einen Versicherungsmakler.
Wenn eine Versicherung gewechselt wird, geht es in den meisten Fällen um einen einzigen Vertragsgegenstand. Nur ein Drittel der Befragten überlegt, neben der Kfz-Haftpflichtversicherung auch andere Versicherungsleistungen beim neuen Anbieter abzuschließen. Es sind vor allem private Haftpflicht-, Hausrat und Unfallversicherungen, die gewechselt oder neu abgeschlossen werden.
Zusatzleistungen wie beispielsweise der Kfz-Schutzbrief spielen für den Kunden eine immer bedeutendere Rolle. Waren es im Jahr 2004 30 Prozent der Befragten, die diesen Services vornehmlich nannten, sind es in diesem Jahr bereits fast 50 Prozent der Versicherungsnehmer. Die Nachfrage nach Pannenhilfe, Rechtsschutzversicherung oder Verkehrsrechtschutz nahm dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht ab.
Neben klassischen Anbietern der Versicherungsbranche gibt es auch zunehmend andere Unternehmen, die sich mit attraktiven Versicherungs-angeboten im Markt etablieren möchten. Das gilt beispielsweise für den ADAC oder Tchibo. Die meisten Versicherungsnehmer kennen diese neuen Anbieter, vermuten jedoch, dass sie sich in ihrer Kompetenz von den angestammten Versicherungsunternehmen unterscheiden.
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