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Positive Entwicklung trotz schwieriger Lage des Marktes
Der Versicherungsverbund Die Continentale hat seine Beitragseinnahmen im Jahr 2006 um 3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert.
Damit entwickelte sich der Verbund aus sieben Versicherern wie in den Vorjahren besser als die Branche, die 2006 um 2,3 Prozent wuchs. "Die Situation ist derzeit durch Eingriffe des Gesetzgebers für die gesamte Versicherungswirtschaft schwierig. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der Entwicklung der Continentale sehr zufrieden", so Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender. Die Leistungen des Verbundes für die Versicherten lagen mit 2,37 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Sehr erfreulich entwickelten sich die Kapitalanlagen des Verbundes, die um 5,9 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro stiegen. Das Geschäftsergebnis bewegte sich nach einem Sondereinfluss im Vorjahr mit 303 Millionen Euro wieder im gewohnten Rahmen.

Im Geschäftsfeld Krankenversicherung konnten die arbeitsteilig handelnden Unternehmen Continentale Krankenversicherung a.G. und Europa Krankenversicherung AG ihre Beitragseinnahmen um 2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro erhöhen. Im Bereich der Vollversicherung konnte der Bestand um rund 1.000 Personen gesteigert werden. "Angesichts der deutlichen Verunsicherung der Bevölkerung durch die Gesundheitsreform ist das für uns ein Erfolg, zumal wir uns damit im Umfeld der großen und traditionsreichen Krankenversicherer sehr gut positionieren", erläutert Vorstandsmitglied Heinz Jürgen Scholz.

Auch in der Zusatzversicherung bleibt die Continentale auf Erfolgskurs. Und dies unter Verzicht auf Kooperationen mit gesetzlichen Krankenkassen. Heinz Jürgen Scholz: "Wir setzen weiter voll auf den beratenden Außendienst. Als Kooperationen aufkamen, haben wir diese sofort abgelehnt. Schon damals haben wir auch vor dem damit verbundenen Know-how-Transfer von privaten Krankenversicherern zu gesetzlichen Krankenkassen gewarnt. Jetzt drängen die
Kassen ihre Kooperationspartner mit den neuen Wahltarifen aus dem Markt."

Die neuen Wahltarife der Krankenkassen, die bessere Leistungen im Krankenhaus oder beim Zahnersatz vorsehen, werden von der Continentale sehr kritisch gesehen. "Die Kassen haben hier mit ihrer Steuerbefreiung und ihrem direkten Zugang zu ihren Kunden einen unfairen Wettbewerbsvorteil", so Heinz Jürgen Scholz. Die Continentale wird daher mit allen juristischen Mitteln gegen diese Tarife vorgehen.

Die Leistungen für die Krankenversicherten einschließlich Rückstellungen erhöhten sich im Jahr 2006 um 1,5 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen stiegen um 6 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro bei einer Verzinsung von marktüblichen 4,6 Prozent. Das Geschäftsergebnis in Höhe von 111 Millionen Euro lag auf dem Niveau des Vorjahres. Da die Continentale Krankenversicherung ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist, kommen
alle Überschüsse den Versicherten zugute.

Im Geschäftsfeld Lebensversicherung gelang dem Serviceversicherer Continentale Lebensversicherung a.G. eine Steigerung der Beitragseinnahmen um 4,1 Prozent auf 514 Millionen Euro. Damit wurde das Marktwachstum von 2,9 Prozent deutlich übertroffen. Auch beim Neugeschäft (laufender Beitrag) konnte sich die Continentale mit einer Steigerung von 24,7 Prozent klar vom Markt mit 15 Prozent abgrenzen. Wachstumsmotor waren dabei die
fondsgebundenen Rentenversicherungen (einschließlich Riester). Hier wuchs das Neugeschäft um 104 Prozent.

Die Leistungen der Continentale Lebensversicherung verringerten sich um 3,7 Prozent auf 635 Millionen Euro. Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 2,1 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Vom Geschäftsergebnis in Höhe von 98 Millionen Euro profitieren wie bei der Continentale Krankenversicherung ausschließlich die Versicherten.

Erfreulich war die Entwicklung auch beim Direktversicherer Europa Lebensversicherung AG. Das Unternehmen steigerte die Beitragseinnahmen um 5,2 Prozent auf 276 Millionen Euro bei einem Anstieg des Neugeschäfts um 10,8 Prozent. Die Leistungen erhöhten sich um 4,9 Prozent auf 302 Millionen Euro. Um 10,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro stiegen die Kapitalanlagen. Das
Geschäftsergebnis lag bei 69 Millionen Euro, nach 73 Millionen Euro im Vorjahr. Auch hier flossen 61 Millionen Euro an die Versicherten zurück.

Das Jahr 2006 war für den Versicherungsverbund auch in der Sachsparte erfolgreich. Dem Serviceversicherer Continentale Sachversicherung AG gelang eine Steigerung der Beitragseinnahmen um 5 Prozent auf 320 Millionen Euro. Zu verdanken war dies besonders der Sparte Kfz-Versicherung, in der ein Plus von 7,2 Prozent zu verzeichnen war - und dies bei einem Beitragsminus von 4 Prozent im Gesamtmarkt. Die Versicherungsleistungen der Continentale Sachversicherung gingen im Jahr 2006 um 2,8 Prozent auf 180 Millionen Euro
zurück. Die Kapitalanlagen des Dortmunder Sachversicherers stiegen um 19,5 Prozent auf 595 Millionen Euro. Der Gewinn stieg auf 7,8 Millionen Euro.

Erheblich besser als für die Branche verlief das Jahr 2006 auch für den überwiegend im Kfz-Geschäft tätigen Direktversicherer Europa Sachversicherung AG. Trotz des Rückgangs in der Branche konnte der Kölner Versicherer seine Beitragseinnahmen mit 104 Millionen Euro konstant halten. Die Leistungen stiegen um 7,9 Prozent auf 82 Millionen Euro, die Kapitalanlagen um 8 Prozent auf 139 Millionen Euro. Der Gewinn wurde gegenüber 2005 auf 16,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Auch das jüngste Unternehmen des Verbundes, die 2001 gegründete deutsche internet versicherung ag, entwickelte sich weiter positiv. Der reine Internet-Kfz-Versicherer steigerte die Beitragseinnahmen um 24,7 Prozent auf 8,2 Millionen Euro. Die Leistungen erhöhten sich um 25,9 Prozent auf 6,1 Millionen Euro. Der Gewinn konnte von 328.000 Euro im Jahr 2005 auf 570.000 Euro im Jahr 2006 gesteigert werden.


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