• Die neue Düsseldorfer Tabelle 2010 versicherungs-nachrichten.de
versicherungs-nachrichten.de
Jetzt vergleichen,
Angebote einholen.

Aktuelle Nachrichten
zum Thema
Versicherungs-Ratgeber
Aktuelle Meldungen (alle Kategorien)

Ist Ihre Autoversicherung zu teuer? Jetzt online vergleichen und sparen!

« Grobe Fahrlässigkeit bei Navi-Bedienung | Hartz IV Empfänger muss nicht in Obdachlosenunterkunft »

Die neue Düsseldorfer Tabelle 2010
Wie viel Kinderunterhalt zu zahlen ist, regelt die Düsseldorfer Tabelle. Sie dient aber lediglich als Richtlinie und hat keine Gesetzeskraft. Bei der Berechnung des monatlichen Unterhaltsbedarfs des Kindes orientiert sie sich laut ARAG am bereinigten Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten und am Alter des Kindes.
Zur „Bereinigung“ werden Vorsorgeaufwendungen, berufsbedingte Aufwendungen sowie berücksichtigungswürdige Schulden vom Nettoeinkommen abgezogen. Damit soll gewährleistet werden, dass der Unerhaltsverpflichtete auch noch für seinen eigenen Unterhalt aufkommen kann.

Zudem geht die Tabelle von zwei Unterhaltsberechtigten, ohne Rücksicht auf den Rang, aus. Bei nur einem Unterhaltsberechtigten findet eine Einstufung in die nächsthöhere Einkommensgruppe statt, da dem Unterhaltsverpflichteten auch mehr Geld zur Verteilung zur Verfügung steht. Umgekehrt ist bei drei Unterhaltsberechtigten von der nächst niedrigeren Einkommensgruppe auszugehen. Um den eigentlichen Zahlbetrag zu erhalten, ist noch der Abzug des hälftigen Kindergeldbetrages bei Minderjährigen oder des vollen Kindergeldbetrages bei Volljährigen nötig. Das Gesetz sieht vor, dass Kindergeld zur Deckung des Barbedarfs (=Geldbedarfs) des Kindes einzusetzen ist. Erfüllt z.B. die geschiedene Mutter Ihre Unterhaltspflicht gegenüber dem minderjährigen Kind durch Betreuung (womit sie die Kindergeldbezugsberechtigte ist), dann kann der Vater, der den Geldunterhalt (=Barunterhalt) leistet, das hälftige Kindergeld im Gegenzug anrechnen.

Die neue Düsseldorfer Tabelle wurde am 6. Januar 2010 vom Oberlandesgericht Düsseldorf vorgelegt. Die Unterhaltssätze sind hierbei zum 1. Januar 2010 deutlich angestiegen. Grund für diese Anpassungen ist die Anhebung der Kinderfreibeträge und des Kindergeldes zum Jahreswechsel. Die Änderungen führen in allen Einkommens- und Altersgruppen zu einem Anstieg von durchschnittlich ca. 13 Prozent. Zu beachten ist, dass auch das Kindergeld erhöht wurde, und zwar für das 1. und 2. Kind auf 184 Euro, für das 3. Kind auf 195 Euro und ab dem 4. Kind auf 215 Euro.

Der neu überarbeitete Unterhaltsrechner der ARAG zeigt mit welchen Unterhaltszahlungen für die Kinder man im Falle einer Trennung oder Scheidung rechnen muss – aktuell und individuell.


Hinweis: Alle Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und wiedergegeben. Eine Gewährleistung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Irrtümer sowie daraus entstehende Schäden ist grundsätzlich ausgeschlossen. Wir bieten keinerlei individuelle Beratung im Rahmen dieses Internetauftritts sondern lediglich redaktionell aufbereitete Informationen zum Thema Versicherungen.