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Immer noch haben 39,8 Prozent der Deutschen nicht damit begonnen, regelmäßig Geld für ihre private Altersvorsorge auf die Seite zu legen. Und wer spart, investiert trotz drohender Rentenlücke oft nur kleine Beträge.
Gleichzeitig ist eine Mehrheit von 53 Prozent der Bundesbürger davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente durch eine Pflicht zur privaten Vorsorge ergänzt werden muss. Das ergab die repräsentative Umfrage "Geldtrends 2005" der Dresdner Bank. Befragt wurden von tns-infratest im Auftrag der Bank rund 3000 Deutsche.
Nachholbedarf bei Frauen und Jüngeren
Privatkundenvorstand Stephan-A. Kaulvers von der Dresdner Bank: "Die Lücke zwischen Problembewusstsein und tatsächlichem Sparen ist noch viel zu groß. Wenn die Deutschen nicht auf breiter Front beginnen, schon heute Kapital für den Ruhestand aufzubauen, steuern viele Menschen auf Altersarmut zu."
Besonderen Nachholbedarf haben der Umfrage zufolge Frauen, von denen 41,8 Prozent keine Rücklagen bilden, und junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren, die zu 39,7 Prozent noch keine private Altersvorsorge betreiben.
"Doch gerade ein früher Einstieg hat Vorteile. Durch die lange Laufzeit und den Zinsenszinseffekt werden so auch aus kleineren Beträgen ansehnliche Summen", so Kaulvers.
Der durchschnittliche Deutsche spart monatlich 114 Euro
Die regelmäßigen Sparbeträge der Deutschen sind in der Mehrheit gering: 10,8 Prozent nannten unter 50 Euro als monatliche Rücklage, 12,9 Prozent investieren monatlich bis zu 100 Euro, und weitere 12,2 Prozent bis zu 200 Euro. Im Durchschnitt aller Bundesbürger legt jeder monatlich 114 Euro auf die hohe Kante.
Regional ist die Sparneigung der Deutschen unterschiedlich stark. Mit durchschnittlich 170 Euro im Monat sind die Hamburger und Schleswig-Holsteiner Spitzenreiter, Schlusslicht sind die Thüringer mit durchschnittlich 74 Euro pro Monat. Unter den Nicht-Sparern führen die Rheinland-Pfälzer die Rangliste an, 48 Prozent bilden hier bisher noch überhaupt keine Altersrücklagen. Am niedrigsten ist die Nicht-Sparer-Quote mit 31,2 Prozent in Sachsen-Anhalt.
Gesetzliche und private Vorsorge mischen
Allein auf die gesetzliche Rente will die Mehrzahl der Deutschen aber auch nicht mehr vertrauen. 53 Prozent aller 3000 Befragten und sogar fast 59 Prozent der unter 30-Jährigen sagten: Ich bin für eine Mischung aus gesetzlicher Rente und Pflicht zur privaten Vorsorge.
Für die Abschaffung des bisherigen Systems zugunsten einer reinen Privatvorsorge sind hingegen nur 7,3 Prozent der Bundesbürger – Tendenz steigend bei einkommensstarken Haushalten.
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