« Fitch senkt Ausblick der HDI-Gerling Lebensversicherung auf negativ; Bestätigt IFS-Rating ?A-? | Krankenversicherungsspezialist inpunkto gewinnt Großkunden AMEX »
Der negative Ausblick reflektiert die deutlich rückläufige versicherungstechnische Ertragslage der WWK Allg. die aus dem Kfz-Geschäft resultiert. Die kombinierte Schaden/Kostenquote der WWK Allg. stieg 2008 auf 112% (2007: 105%) an und führte zu einem versicherungstechnischen Verlust in Höhe von EUR 4,9 Mio. nach Veränderung der Schwankungsrückstellung, die sich um 26% reduzierte. Bisher generierte die WWK Allg. einen eher unbedeutenden Anteil des Prämienvolumens der WWK-Gruppe. Jedoch hat das Unternehmen in vergangenen Jahren sein Geschäft und hier insbesondere das Kfz-Geschäft (Umsatzsteigerung von 117% in 2008) sehr stark ausgebaut. Das Kfz-Geschäft der WWK Allg. hat bereits begonnen die Kapitalisierung der WWK Allg. abzuschwächen. Fitch glaubt, dass sich die WWK Allg. nachteilig für die WWK Leben entwickeln könnte, sollten zukünftig vom Umfang wesentliche Unterstützungsmaßnahmen benötigt werden.
Die Bestätigung des Ratings reflektiert das starke Ergebnis der Lebensgesellschaft im Jahr 2008 im Kontext der Finanzkrise und eines insgesamt schwierigen Geschäftsumfelds. Durch die Umsetzung einer Absicherung im August 2007 wurde die Aktienquote des Unternehmens in einer sehr frühen Phase der Finanzkrise stark reduziert. Dadurch erwies sich das Anlageergebnis 2008 als relativ stabil. Die Aktienquote nach Absicherung belief sich auf 0,6% zum Jahresende 2008. Das Unternehmen beabsichtigt gegenwärtig nicht, die strategische Aktienquote auszuweiten, was Fitch als positiv ansieht. Ähnlich wie einige Wettbewerber hat auch die WWK-Gruppe in Q1 2009 in Unternehmensanleihen investiert. Der Anteil der Unternehmensanleihen an der gesamten Kapitalanlage belief sich Ende April auf 7% bei der WWK Leben und auf 14% bei der WWK Allg. Fitch erwartet außerdem, dass die WWK Leben 2009 ein besseres Kapitalanlageergebnis erzielen wird als ihre Wettbewerber.
Fitch ist der Ansicht, dass sich die derzeitige Kapitalausstattung unterstützend auf das Rating auswirkt. So stiegen die Bewertungsreserven der WWK Leben zum Jahresende 2008 auf EUR 187,8 Mio. (2007: EUR 111,2 Mio.) und das Eigenkapital auf EUR 160,8 Mio. (2007: EUR 155,8 Mio.) an. Die Eigenkapitalquote der WWK Leben erhöhte sich auf 3,9% (2007: 3,7%) und liegt damit bei Weitem über Branchendurchschnitt. Im Stress-Test der Agentur werden die Rückgänge der stillen Reserven in Aktien sowie der freien RfB (Rückstellung für Beitragsrückerstattung) durch eine von der stark rückläufigen Aktienquote getriebenen geringeren Kapitalanforderung mehr als kompensiert.
Fitch merkt an, dass die WWK Leben 2008 den Rückgang im FLV-Neugeschäft durch starken Absatz anderer Produkte wie zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherungen ausgleichen konnte. Mit der in Kürze erfolgenden Einführung eines neuen Hybrid-Produkts reagiert das Unternehmen nun ferner auf das veränderte Marktumfeld.
WWK Leben operiert als Muttergesellschaft der Gruppe und wird in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit betrieben. Der Konzern vertreibt über ein Netzwerk von Ausschließlichkeitsvertretern sowie Maklern und Versicherungsvermittlern sowohl Lebens- als auch Schaden- und Unfallversicherungsprodukte.
Mit einer Bilanzsumme von EUR 7,0 Mrd. (2007: EUR 8,1 Mrd.) und gebuchten Bruttobeiträgen von EUR 875 Mio. (2007: EUR 870 Mio.) im Jahr 2008 bleibt WWK Leben die bei weitem größte Gesellschaft in der WWK-Gruppe. Die WWK Allg. wies eine Bilanzsumme in Höhe von EUR 103 Mio. (2007: EUR 102 Mio.) zum Jahresende 2008 aus und vereinnahmte gebuchte Bruttobeiträge von EUR 90,4 Mio. (2007: EUR 60,3 Mio.).
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