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Fitch: Deutsche Schaden- und Unfallversicherer mit negativem Ausblick; Fundamentale strukturelleVeränderungen erwartet
26. Februar. 2008 14:42 Uhr | Druckansicht
Fitch Ratings weist in ihrer heute veröffentlichten Studie darauf hin, dass der Ausblick für die deutschen Schaden- und Unfallversicherer Negativ bleibt.
Die Aussage reflektiert die Erwartung der Agentur, dass es in den nächsten 12-18 Monaten mehr Herabstufungen als Heraufstufungen geben wird. In der Studie analysiert Fitch detailliert die Private, Gewerbliche und Industrieversicherung innerhalb der Schaden- und Unfallversicherung. Der Wintersturm Kyrill hat die Ergebnisse der deutschen Schaden- und Unfallversicherer für das Jahr 2007 erheblich beeinflusst und die versicherungstechnischen Gewinne auf EUR 700 Mio. reduziert (2006: EUR 4,6 Mrd.). Während der Großteil der Kosten durch Kyrill von den Rückversicherern übernommen wurde , erwartet Fitch aufgrund des anhaltenden Prämienabriebs und ansteigender Schadenquoten dennoch keine Rückkehr der Profitabilität in den Bereich der Ergebnisse von 2004 bis 2006. „Die erwartete Schaden- und Kostenquote von 98% im Jahr 2007 wird erheblich vom Wintersturm Kyrill beeinflusst. Dennoch machen die weicher werdenden Marktbedingungen eine Rückkehr zu den Ergebnissen von 2006 unwahrscheinlich“, sagt Christos Stavrianidis, Associate Director im Europäischen Versicherungsteam. „Während sich die technischen Ergebnisse verschlechtern, profitieren die Versicherer immer noch von hohen Kapitalanlagegewinnen“, sagt Tim Ockenga, Director im Europäischen Versicherungsteam. In der KfZ-Versicherung hat die Branche in den vergangenen Jahren im erheblichem Ausmaß von der sehr günstigen Schadenentwicklungen profitiert, welche den Preiswettbewerb angetrieben haben. Ein weiterer signifikanter Rückgang ist jedoch unwahrscheinlich, da die Prämienhöhe strukturell bedingt sinkt und Produktinnovationen einen potenziell schädlichen Effekt auf die Profitabilität haben. Die gesamte Profitabilität in der Kfz-Versicherung ist trotz Schaden- und Kostenquoten über 100% aufgrund von Kapitalanlagegewinnen durch hohe Schwankungsrückstellungen in Höhe von EUR 14,0 Mrd. und Brutto-Schadenreserven in Höhe von EUR 74,8 Mrd. im Jahr 2006 immer noch gut. Die Prämien im Industrieversicherungsmarkt sinken derzeit um 10%-20%, was sich nach Ansicht von Fitch in der Erneuerungsrunde 2008 fortgesetzt hat. Die Brutto-Schadenquote in der industriellen Sachversicherung stieg trotz einer günstigen Großschadenentwicklung von 65,7% im Jahr 2005 auf 85,0% im Jahr 2006. Der Prämienrückgang, welcher teilweise durch die Ausweitung der Deckung aufgefangen wird, wird hauptsächlich durch den Wettbewerb von etablierten Industrieversicherern getrieben und weniger durch neu auf den Markt getretene Versicherer. Marktteilnehmer weisen auf reichliche Kapazitäten hin, die in fast allen Bereichen zu einer „Kapazitätsflut“ führen. Entgegen früherer Erwartungen ist derzeit kein wesentlicher Kapazitätsengpass zu beobachten. Die komplette Studie mit dem Titel "German Non-Life Insurers: Storm, Capacity Flood and the Softening Market ", ist verfügbar unter www.fitchratings.com. Die deutsche Übersetzung wird in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.
Die Aussage reflektiert die Erwartung der Agentur, dass es in den nächsten 12-18 Monaten mehr Herabstufungen als Heraufstufungen geben wird. In der Studie analysiert Fitch detailliert die Private, Gewerbliche und Industrieversicherung innerhalb der Schaden- und Unfallversicherung. Der Wintersturm Kyrill hat die Ergebnisse der deutschen Schaden- und Unfallversicherer für das Jahr 2007 erheblich beeinflusst und die versicherungstechnischen Gewinne auf EUR 700 Mio. reduziert (2006: EUR 4,6 Mrd.). Während der Großteil der Kosten durch Kyrill von den Rückversicherern übernommen wurde , erwartet Fitch aufgrund des anhaltenden Prämienabriebs und ansteigender Schadenquoten dennoch keine Rückkehr der Profitabilität in den Bereich der Ergebnisse von 2004 bis 2006. „Die erwartete Schaden- und Kostenquote von 98% im Jahr 2007 wird erheblich vom Wintersturm Kyrill beeinflusst. Dennoch machen die weicher werdenden Marktbedingungen eine Rückkehr zu den Ergebnissen von 2006 unwahrscheinlich“, sagt Christos Stavrianidis, Associate Director im Europäischen Versicherungsteam. „Während sich die technischen Ergebnisse verschlechtern, profitieren die Versicherer immer noch von hohen Kapitalanlagegewinnen“, sagt Tim Ockenga, Director im Europäischen Versicherungsteam. In der KfZ-Versicherung hat die Branche in den vergangenen Jahren im erheblichem Ausmaß von der sehr günstigen Schadenentwicklungen profitiert, welche den Preiswettbewerb angetrieben haben. Ein weiterer signifikanter Rückgang ist jedoch unwahrscheinlich, da die Prämienhöhe strukturell bedingt sinkt und Produktinnovationen einen potenziell schädlichen Effekt auf die Profitabilität haben. Die gesamte Profitabilität in der Kfz-Versicherung ist trotz Schaden- und Kostenquoten über 100% aufgrund von Kapitalanlagegewinnen durch hohe Schwankungsrückstellungen in Höhe von EUR 14,0 Mrd. und Brutto-Schadenreserven in Höhe von EUR 74,8 Mrd. im Jahr 2006 immer noch gut. Die Prämien im Industrieversicherungsmarkt sinken derzeit um 10%-20%, was sich nach Ansicht von Fitch in der Erneuerungsrunde 2008 fortgesetzt hat. Die Brutto-Schadenquote in der industriellen Sachversicherung stieg trotz einer günstigen Großschadenentwicklung von 65,7% im Jahr 2005 auf 85,0% im Jahr 2006. Der Prämienrückgang, welcher teilweise durch die Ausweitung der Deckung aufgefangen wird, wird hauptsächlich durch den Wettbewerb von etablierten Industrieversicherern getrieben und weniger durch neu auf den Markt getretene Versicherer. Marktteilnehmer weisen auf reichliche Kapazitäten hin, die in fast allen Bereichen zu einer „Kapazitätsflut“ führen. Entgegen früherer Erwartungen ist derzeit kein wesentlicher Kapazitätsengpass zu beobachten. Die komplette Studie mit dem Titel "German Non-Life Insurers: Storm, Capacity Flood and the Softening Market ", ist verfügbar unter www.fitchratings.com. Die deutsche Übersetzung wird in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.
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