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Deutsche vertrauen zunehmend auf fondsgebundene Versicherungen
09. Juni. 2008 15:03 Uhr | Druckansicht
Wie im Vorjahr können die Versicherer auch 2007 mit dem Neugeschäft bei fondsgebundenen Altersvorsorgeprodukten mehr als zufrieden sein: Mit einem Neuvertragsvolumen von 1,9 Mrd. EUR (Gemessen an APE (Annual Premium Equivalent) = laufende Beiträge + 10% Einmalbeiträge) legte die Branche im Vergleich zu 2006 erneut um 32,6 Prozent zu.
Dies ist das Ergebnis des „FLV-Update 2007“ des Geschäftsbereichs Tillinghast des Beratungsunternehmens Towers Perrin. Bereits zum 14. Mal untersucht Tillinghast die Gesamtentwicklung fondsgebundener Lebensversicherungen (FLV) sowie fondsgebundener Rentenversicherungen (FRV), inklusive Riester- und Basisrenten-Produkten, in Deutschland. Fondsgebundenes Geschäft wächst auf Kosten der traditionellen Lebensversicherung Das Neugeschäft mit fondsgebundenen Vorsorgeprodukten wuchs 2007 deutlich stärker als der Gesamtmarkt für Lebensversicherungen mit 2,5 Prozent. Erstmalig überstieg das fondsgebundene Geschäft gegen Einmalbeitrag (2,1 Mrd. EUR) dabei das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag (1,7 Mrd. EUR). „Mittlerweile wird beinahe jeder dritte Euro für die Altersvorsorge in fondsgebundene Produkte investiert. Das starke Wachstum fondsgebundener Produkte geht dabei zu Lasten der traditionellen Lebensversicherung, die seit der Senkung des garantierten Rechnungszinses auf 2,25 Prozent im Januar 2007 an Attraktivität verloren hat. Es wird deutlich, dass die Lebensversicherer auf diese Anpassung reagiert haben und verstärkt auf den Vertrieb fondsgebundener Produkte setzen,“ erklärt Marcel Schmitz, Principal bei Towers Perrin. Staatlich geförderte Produkte weiter auf Erfolgskurs Alle betrachteten fondsgebundenen Versicherungsprodukte legten 2007 stärker zu als der Gesamtmarkt. Doch der deutliche Anstieg des Marktanteils fondsgebundener Versicherungen lässt sich im Wesentlichen auf die staatlich geförderten Produkte der fondsgebundenen Riester- und Rüruprente zurückführen. Im Bereich der fondsgebundenen Versicherungsprodukte entfallen mittlerweile 41,3 Prozent auf staatlich geförderte Produkte. Der Verkauf fondsgebundener Riesterrenten zog nochmals deutlich an und entspricht nunmehr einem Marktanteil von 8,5 Prozent im Bezug auf laufende Beiträge. Fondsgebundene Basisrenten konnten ihr Volumen sogar mehr als verdoppeln und erreichen damit einen Marktanteil von 6,0 Prozent. Damit scheint sie endgültig beim Vertrieb und beim Kunden angekommen zu sein. Abgeltungssteuer als Wachstumstreiber Aktuelle Entwicklungen lassen auch 2008 ein erneut überdurchschnittliches Wachstum fondsgebundener Lebensversicherungen erwarten. „Während traditionelle Lebensversicherungen im Vergleich eher unattraktiv bleiben, erwarten wir, dass die Abgeltungsteuer ein verstärktes Umschichten von Vermögenswerten in fondsgebundene Versicherungsprodukte gegen Einmalbeitrag auslösen wird. Darüber hinaus gewinnt die Riesterrente mit Einführung der Vierten Förderstufe zu Beginn 2008 weiter an Attraktivität bei Arbeitnehmern,“ so Schmitz weiter. Konkurrenz für die Versicherer wird dabei verstärkt von den Fondsanbietern ausgehen, sofern diese dem Beispiel der wenigen bisher erfolgreichen Anbieter im Bereich der Riestervorsorge folgen werden und geeignete Strategien bezüglich der Abgeltungsteuer entwickeln. Neue Produkte beflügeln den Markt Die Versicherungsunternehmen setzen bei diesen Aussichten weiter auf den Auf- und Ausbau ihrer fondsgebundenen Produktpalette. Während mittlerweile beinahe jedes Lebensversicherungsunternehmen auch fondsgebundene Vorsorgelösungen anbietet, geht der Trend insbesondere in Richtung innovativer Fondsprodukte wie Variable Annuities und indexgebundener Lebensversicherungen. Darüber hinaus wird verstärkt nach Vorsorgelösungen gesucht, die auch während des Rentenbezugs weiter in Fonds investieren. Im Zusammenspiel mit Garantieabsicherungen bieten diese dem Versicherungsnehmer die Möglichkeit, Renditechancen auch während der Rentenbezugszeit mit begrenztem Risiko zu kombinieren.
Dies ist das Ergebnis des „FLV-Update 2007“ des Geschäftsbereichs Tillinghast des Beratungsunternehmens Towers Perrin. Bereits zum 14. Mal untersucht Tillinghast die Gesamtentwicklung fondsgebundener Lebensversicherungen (FLV) sowie fondsgebundener Rentenversicherungen (FRV), inklusive Riester- und Basisrenten-Produkten, in Deutschland. Fondsgebundenes Geschäft wächst auf Kosten der traditionellen Lebensversicherung Das Neugeschäft mit fondsgebundenen Vorsorgeprodukten wuchs 2007 deutlich stärker als der Gesamtmarkt für Lebensversicherungen mit 2,5 Prozent. Erstmalig überstieg das fondsgebundene Geschäft gegen Einmalbeitrag (2,1 Mrd. EUR) dabei das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag (1,7 Mrd. EUR). „Mittlerweile wird beinahe jeder dritte Euro für die Altersvorsorge in fondsgebundene Produkte investiert. Das starke Wachstum fondsgebundener Produkte geht dabei zu Lasten der traditionellen Lebensversicherung, die seit der Senkung des garantierten Rechnungszinses auf 2,25 Prozent im Januar 2007 an Attraktivität verloren hat. Es wird deutlich, dass die Lebensversicherer auf diese Anpassung reagiert haben und verstärkt auf den Vertrieb fondsgebundener Produkte setzen,“ erklärt Marcel Schmitz, Principal bei Towers Perrin. Staatlich geförderte Produkte weiter auf Erfolgskurs Alle betrachteten fondsgebundenen Versicherungsprodukte legten 2007 stärker zu als der Gesamtmarkt. Doch der deutliche Anstieg des Marktanteils fondsgebundener Versicherungen lässt sich im Wesentlichen auf die staatlich geförderten Produkte der fondsgebundenen Riester- und Rüruprente zurückführen. Im Bereich der fondsgebundenen Versicherungsprodukte entfallen mittlerweile 41,3 Prozent auf staatlich geförderte Produkte. Der Verkauf fondsgebundener Riesterrenten zog nochmals deutlich an und entspricht nunmehr einem Marktanteil von 8,5 Prozent im Bezug auf laufende Beiträge. Fondsgebundene Basisrenten konnten ihr Volumen sogar mehr als verdoppeln und erreichen damit einen Marktanteil von 6,0 Prozent. Damit scheint sie endgültig beim Vertrieb und beim Kunden angekommen zu sein. Abgeltungssteuer als Wachstumstreiber Aktuelle Entwicklungen lassen auch 2008 ein erneut überdurchschnittliches Wachstum fondsgebundener Lebensversicherungen erwarten. „Während traditionelle Lebensversicherungen im Vergleich eher unattraktiv bleiben, erwarten wir, dass die Abgeltungsteuer ein verstärktes Umschichten von Vermögenswerten in fondsgebundene Versicherungsprodukte gegen Einmalbeitrag auslösen wird. Darüber hinaus gewinnt die Riesterrente mit Einführung der Vierten Förderstufe zu Beginn 2008 weiter an Attraktivität bei Arbeitnehmern,“ so Schmitz weiter. Konkurrenz für die Versicherer wird dabei verstärkt von den Fondsanbietern ausgehen, sofern diese dem Beispiel der wenigen bisher erfolgreichen Anbieter im Bereich der Riestervorsorge folgen werden und geeignete Strategien bezüglich der Abgeltungsteuer entwickeln. Neue Produkte beflügeln den Markt Die Versicherungsunternehmen setzen bei diesen Aussichten weiter auf den Auf- und Ausbau ihrer fondsgebundenen Produktpalette. Während mittlerweile beinahe jedes Lebensversicherungsunternehmen auch fondsgebundene Vorsorgelösungen anbietet, geht der Trend insbesondere in Richtung innovativer Fondsprodukte wie Variable Annuities und indexgebundener Lebensversicherungen. Darüber hinaus wird verstärkt nach Vorsorgelösungen gesucht, die auch während des Rentenbezugs weiter in Fonds investieren. Im Zusammenspiel mit Garantieabsicherungen bieten diese dem Versicherungsnehmer die Möglichkeit, Renditechancen auch während der Rentenbezugszeit mit begrenztem Risiko zu kombinieren.
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