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Assekuranz 2008: Vorstoß in neue Geschäftsfelder
20. November. 2008 21:13 Uhr | Druckansicht
Die Stimmung unter den
Versicherern in Deutschland ist angespannt. Nur jeder fünfte
Entscheider rechnet bis 2011 mit Umsatzzuwächsen in der Branche. Um
diesem Trend entgegenzuwirken, wollen zwei Drittel der Entscheider
weitere Geschäftsfelder erschließen. Die Mehrheit plant dabei, neue
Märkte auf eigene Faust zu erobern. Der Bedarf an strategischen
Kooperationen für diesen Zweck ist dagegen rückläufig. Das sind die
Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2008 Versicherungen“ von Steria
Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.
Neue Geschäftsfelder zu erschließen, steht bei den Versicherern hoch im Kurs. Gegenüber 2006 stieg die Zustimmungsquote für diese Strategie um neun Prozentpunkte. Dabei bewerkstelligen die Versicherer den Aufbau neuer Strukturen überwiegend in Eigenregie. 63 Prozent der Topentscheider geben an, ihre Versicherungsgesellschaften wollen neue Produktsparten und ergänzende Dienstleistungen in den nächsten drei Jahren eigenständig erobern. Für Kooperationsmodelle zur Marktbegehung entscheidet sich nicht einmal mehr die Hälfte der Befragten (44 Prozent). Vor zwei Jahren planten noch knapp 60 Prozent der Versicherer, neue Geschäftsfelder über strategische Partnerschaften zu erschließen. Ebenfalls rückläufig ist der Markteinstieg über White-Label-Angebote. Nur noch acht Prozent wollen sich Produkte von einem Partnerunternehmen zuliefern lassen, um damit Neugeschäft zu realisieren. 2006 setzten noch 17 Prozent auf dieses Konzept.
Gut jede vierte Versicherung plant jedoch bis 2011, mit spezifischen Angeboten neue Zielgruppen zu erschließen. Der Vergleich zu 2006 deutet hier ein Umdenken an. Denn der Anteil hat sich binnen zweier Jahre verdoppelt. So beabsichtigen beispielsweise Schadenversicherungen Spezialangebote für gewerbliche Unternehmen aufzulegen, um auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren. Lokale Überschwemmungen sowie Sturm- und Hagelschäden führten in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Schadenfälle. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Nachfrage der Wirtschaft nach entsprechenden Versicherungsprodukten in den kommenden Jahren steigen wird.
Hintergrundinformationen
Im Juni 2008 befragte forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting 100 Entscheider aus 100 der größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands über ihre Investitionsziele und Marktpolitik bis 2011. Die Entscheider vertreten die wichtigsten Sparten der Personen- und Schadenversicherung: Leben, Kranken, Kfz, Haftpflicht, Industrie/Gewerbe, Transport, Rechtsschutz und andere Sachversicherungen. Befragt wurden die Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsmitglieder oder die Leiter der für Investitionen zuständigen Finanz- und Entwicklungsabteilungen. Die Befragungen wurden mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durchgeführt.
Neue Geschäftsfelder zu erschließen, steht bei den Versicherern hoch im Kurs. Gegenüber 2006 stieg die Zustimmungsquote für diese Strategie um neun Prozentpunkte. Dabei bewerkstelligen die Versicherer den Aufbau neuer Strukturen überwiegend in Eigenregie. 63 Prozent der Topentscheider geben an, ihre Versicherungsgesellschaften wollen neue Produktsparten und ergänzende Dienstleistungen in den nächsten drei Jahren eigenständig erobern. Für Kooperationsmodelle zur Marktbegehung entscheidet sich nicht einmal mehr die Hälfte der Befragten (44 Prozent). Vor zwei Jahren planten noch knapp 60 Prozent der Versicherer, neue Geschäftsfelder über strategische Partnerschaften zu erschließen. Ebenfalls rückläufig ist der Markteinstieg über White-Label-Angebote. Nur noch acht Prozent wollen sich Produkte von einem Partnerunternehmen zuliefern lassen, um damit Neugeschäft zu realisieren. 2006 setzten noch 17 Prozent auf dieses Konzept.
Gut jede vierte Versicherung plant jedoch bis 2011, mit spezifischen Angeboten neue Zielgruppen zu erschließen. Der Vergleich zu 2006 deutet hier ein Umdenken an. Denn der Anteil hat sich binnen zweier Jahre verdoppelt. So beabsichtigen beispielsweise Schadenversicherungen Spezialangebote für gewerbliche Unternehmen aufzulegen, um auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren. Lokale Überschwemmungen sowie Sturm- und Hagelschäden führten in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Schadenfälle. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Nachfrage der Wirtschaft nach entsprechenden Versicherungsprodukten in den kommenden Jahren steigen wird.
Hintergrundinformationen
Im Juni 2008 befragte forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting 100 Entscheider aus 100 der größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands über ihre Investitionsziele und Marktpolitik bis 2011. Die Entscheider vertreten die wichtigsten Sparten der Personen- und Schadenversicherung: Leben, Kranken, Kfz, Haftpflicht, Industrie/Gewerbe, Transport, Rechtsschutz und andere Sachversicherungen. Befragt wurden die Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsmitglieder oder die Leiter der für Investitionen zuständigen Finanz- und Entwicklungsabteilungen. Die Befragungen wurden mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durchgeführt.
Kategorie: Versicherungen-Allgemein
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